Jahreshauptversammlung

Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt: Uschi Erl für drei weitere Jahre an der Vereinsspitze bestätigt – Großinvestitionen mit Hilfe der Rücklagen getätigt

Grabenstätt. Coronabedingt blickte der Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt in seiner Mitgliederversammlung im Grabenstätter Pfarrheim auf zwei Jahre (2019 und 2020) zurück. Zudem standen Neuwahlen der Vorstandschaft an. Die anwesenden Mitglieder bestätigten Uschi Erl einstimmig als Erste Vorsitzende. Zur Seite steht ihr auch in den kommenden drei Jahren Herbert Hofmann. Im Amt der Schriftführerin beerbt Barbara Meisinger Bärbel Ruprecht, die nach zwölf Jahren nicht mehr kandidiert hatte. Kassenverwalter bleibt Hannes Biller. Neben den Beisitzern Dr. Harry Fischer, Anneliese Hunglinger und Eva Höpfl bleiben dem Verein auch die Kassenprüfer Frau Heitauer und Herr Lindlacher erhalten. Aus der Vorstandschaft ausgeschieden sind hingegen neben Ruprecht auch die langjährigen Beisitzer Amalie Dusch und Rosa Plenk. Die Wahl leitete Bürgermeister Gerhard Wirnshofer.

Der Status des Altenheims Marienstift Marwang, das vom Verein getragen werde, sei „nach wie vor ungelöst“, so Vorsitzende Uschi Erl. Die Einrichtung werde geduldet, passe aber in kein Schema, sprich weder in die Kategorie „Altenpflegeheim“ (eine Pflege ist nicht möglich) noch in die Kategorie „ambulante Wohngemeinschaft“ (zu viele Leistungen). Letzteres sei praktisch nicht umsetzbar, da die Bewohner hier einzelne Leistungen wie Essen, Reinigung des Zimmers oder der Wäsche, Besorgungen und ähnliches einzeln buchen müssten. Zudem habe das Marienstift zu wenig Bewohner, als dass sich die Beschäftigung des Personals in dieser Wohnform einigermaßen rechnen würde. Für die Einrichtung einer ambulanten Pflege – bei dieser Wohnform wäre es möglich, Personen mit Pflegestufe 1 und 2 aufzunehmen – wären zudem bauliche Veränderungen notwendig wie die Anbringung einer Fluchttreppe aus dem ersten Stock. „Die baulichen Gegebenheiten dafür werden gerade geprüft und dann nehmen wir mit dem Denkmalamt Kontakt auf, denn das Haus steht ja unter Denkmalschutz“, erläuterte Erl. Aufgrund dieses ungeklärten Status könnten indes auch die Heimkosten nicht erhöht werden.

Petra Köck übernimmt seit Juni 2019 zuverlässig die Nachtrufbereitschaft und einige andere Dienste. „Sie wird von den Bewohnern sehr geschätzt“, so Erl. Für die Renovierung ihrer Wohnung habe der Verein 21.000 Euro aufbringen müssen, was dank der vorhandenen vereinseigenen Rücklagen kein Problem gewesen sei. Ins Geld gegangen sind auch andere Renovierungsarbeiten sowie die Anschaffung des neuen Treppenlifts und die vorgeschriebene Überprüfung des Brandschutzes, der Elektroanlagen und Elektrogeräte. „Sehr erfreulich waren vor allem 2019, aber auch 2020 die Spenden bei Todesfällen und Vermächtnissen“, so Erl. Zudem spendete die Frauengemeinschaft Grabenstätt 300 Euro, das Adventsingen erbrachte 368 Euro und die Bewirtung bei der Wallfahrt am 1. Mai rund 1.000 Euro. Insgesamt kamen 2019 15.166 Euro an Spenden zusammen“, bedankte sich  Erl. 2020 erhielt man von der ZSG Grabenstätt 400 Euro und von der Frauengemeinschaft Grabenstätt 500 Euro. Die gesamte Spendensumme betrug im Vorjahr 7.625 Euro. Laut Kassier Hannes Biller habe man 2019 ein Minus von rund 35.691 Euro und im Vorjahr ein Minus von rund 26.299 Euro eingefahren.

Seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 ist im Marienstift „kein einziger Infektionsfall aufgetreten“, freute sich Erl. Es habe ein Besuchsverbot und ein striktes Hygienekonzept gegeben sowie regelmäßige Testungen durch Heimleiterin Juliane Ehrenleitner. Mitarbeiterin Branka Lapper erledigte die Besorgungen für alle Bewohner. Auch wenn die eigene Einrichtung im Rahmen der Impfungen von Heimbewohnern „gefühlt als letzte drangekommen“ sei, sei man sehr froh gewesen, als alle den Impfschutz gehabt hätten, so die Vorsitzende. Für Elisabeth Osterholzer hat man im Marienstift Monika Niedermaier eingestellt und für Evi Becker arbeitet nun Ingrid Hempen im ehrenamtlichen Helferkreis mit. Sepp Lindlacher hat für Becker das „Essen auf Rädern“-Ausfahren übernommen. „Der ehrenamtliche Helferkreis übernimmt zuverlässig die Dienste am Samstagnachmittag sowie an Sonntagen und Feiertagen“, lobte Erl. „Die acht Zimmer im Marienstift waren meistens belegt“, so Heimleiterin Ehrenleitner. Durch Corona hätten sich die Mehrkosten für Hygieneartikel erhöht. Bürgermeister Wirnshofer bedankte sich für die geleistete Arbeit und das große soziale Engagement. Man sehe auch an Hand der Spenden, wie wichtig das Marienstift sei und mit wie viel Erfolg es geführt werde. Abschließend wurde noch die Demenzbetreuung von Brigitte Umlauf vorgestellt. Franz Burghartswieser von der Caritas appellierte, dass man sich auf jeden Fall Hilfe holen sollte, denn „Familien, die einen Demenzkranken pflegen, sind 24 Stunden am Tag im Einsatz“. Die Caritas bietet Hilfe mit einem mobilen Einsatzdienst für Demenzkranke an, um Familienangehörige zu entlasten. Auch die Alzheimer Gesellschaft helfe, genauso wie der mobile Dienst von Brigitte Umlauf. Erl stellte noch die Notfalldose vor, die in der Kühlschranktür mit lebenswichtigen Informationen über den Bewohner aufbewahrt werde. Ein Aufkleber an der Wohnungstür sollte auf den besagten Aufbewahrungsort hinweisen. mmü.

Die neu gewählte Vorstandschaft des Vereins für Krankenpflege und Altenbetreuung: von links nach rechts: Franz Burghartswieser, (Caritas – geborenes Mitglied), Peter Volk, (Malteser, geborenes Mitglied), Irene Riede, (Ehrenvorsitzende), Gerhard Wirnshofer, (1. Bgm. – geborenes Mitglied), Bärbel Ruprecht, (ehem. Schriftführerin), Barbara Meisinger, (neu gewählte Schriftführerin), Uschi Erl, (Vorsitzende), Eva Höpfl, (Beisitzerin), Herbert Hofmann, (2. Vorsitzender), Christine Heitauer, (Kassenprüferin), Anneliese Hunglinger, (Beisitzerin), Hannes Biller, (Kassier), Uschi Rosenegger, (Vertretung Pfarrgemeine – geborenes Mitglied. Foto: Erl

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