Mitgliederversammlung

Altenheim Marienstift Marwang ist voll belegt

Keine neuen Rücklagen wegen gesteigerter Ausgaben – Ehrenamtlicher Helferkreis sucht für die Zukunft neue Leute

Seit Februar ist Irene Riede Ehrenvorsitzende des Vereins für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt und für ihre 35-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als 1. Vorsitzende des Trägervereins für das Altenheim Marienstift Marwang erhielt sie nun von ihrer Nachfolgerin Uschi Erl in der Mitgliederversammlung im Pfarrsaal eine große Urkunde mit Bilderrahmen. „Mit unermüdlichem Engagement und beispielhaftem Fleiß hat sie sich für den Verein eingesetzt und das Marienstift zu einem sozialen Mittelpunkt gemacht“, heißt es dort. Da man auf 2017 zurückblickte, durfte Riede noch einmal den Rechenschaftsbericht vortragen. „Unseren acht Bewohnern geht es sehr gut und alles ist harmonisch“, freute sie sich. Da das Marienstift voll belegt sei, laufe es auch finanziell gut. Riede zufolge bekomme man das Essen nicht mehr von der Caritas in Traunstein, sondern vom Grabenstätter Senioren- und Pflegeheim in der Au. „Es ist praktisch, weil es nicht mehr so weit zum Fahren ist, aber das Essen ist nun auch etwas teurer geworden“, gab die Ehrenvorsitzende zu bedenken. „Auch die Qualität des Essens ist besser“, meinte Job Wülfing, der einer der „Essen auf Rädern“-Ausfahrer ist.

„Ohne unseren ehrenamtlichen Helferkreis, der an den Wochenenden den Dienst macht, würde es das Marienstift so nicht geben“, stellte Riede klar und appellierte, dass man für die Zukunft neue Helfer gewinnen müsse. „Man muss die Leute anreden, von selber kommen sie nicht“, so Riede. Ein Sonderlob verteilte sie an Heimleiterin Juliane Ehrenleitner und ihr Team, an die Fachleute von den langjährigen Partnern Caritas und Maltester sowie an Bewohner Alois Mitterleitner, der sich um alles rings ums Haus kümmert. Zwei Höhepunkte waren der Ausflug mit den eigenen Bewohnern und jenen des Kreisaltenheims Grabenstätt nach Maria Eck und das Gartenfest bei Familie Mitterer in Pitzlloch. Gelobt wurden auch die von Amalie Dusch organisierten Seniorenausflüge. Ein besonderer Dank galt allen Gönnern, darunter dem Lions-Clubs Chieming-Grabenstätt Via Julia, der dem Marienstift 1000 Euro spendete.

Heimleiterin Juliane Ehrenleitner erinnerte daran, dass 2017 ein Zimmer länger und ein weiteres für kurze Zeit leer gestanden habe. Aktuell seien wieder alle acht Zimmer mit rüstigen Senioren im Alter von 61 bis 86 Jahren belegt. Bewohner, die einen Pflegegrad bekämen, könnten im Marienstift nicht entsprechend versorgt werden und müssten in eine Pflegeinrichtung umziehen. Ehrenleitner dankte Job Wülfing, Rosa Plenk und Eva Becker, die „über 1000 Essen auf Rädern im Jahr ausfahren“. Wohl einmalig sei, so Riede, dass das Personal im Marienstift dort zusätzlich auch noch ehrenamtlich tätig sei. Die neue Vereinsvorsitzende und vormalige Kassiererin Uschi Erl stellte den Kassenbericht 2017 und den Haushaltsplan 2018 vor. Im Vorjahr hat man 8146 Euro an Spenden bekommen und der diesjährige Ansatz liegt sogar bei 13.500 Euro. Erl verwies auch auf den guten Bestand und die beruhigenden Rücklagen, die man angesichts der laufenden Kosten, Investitionen und höheren Ausgaben infolge der 2017 vollzogenen Übernahme des Marienstifts in Erbbaurecht gut gebrauchen könne. 2017/2018 habe man keine neuen Rücklagen mehr bilden können, so Erl. Sehr gefreut habe sich die ganze Marienstift-Familie zuletzt über die Einladung von Bürger Kurt Sattler in den Gasthof Fliegl in Erlstätt. „2001 sind die niedrigen Heimkosten für die Bewohner letztmals erhöht worden“, beantworte Erl eine Anfrage von Heidrun Tamm.

Die „Wohngemeinschaft für Senioren“ im Marienstift und die dort geleistet Arbeit „tut dem Dorf, der Pfarrei und der ganzen Gemeinde gut“, lobte Bürgermeister Georg Schützinger. Christa Seitz stellte die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes der Caritas Traunstein vor, der schwerstkranke Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet und Angehörige entlastet. „Wir verfügen über rund 60 ehrenamtliche Hospizbegleiter, die Zeit mitbringen, für Gespräche zur Verfügung stehen und das im häuslichen Bereich, in Heimen oder auch im Krankenhaus“, so Seitz. Zudem gebe es auch Beratungen durch Sozialpädagogen und die Unterstützung für die Hinterbliebenen bei der Trauerbewältigung. „Das Ganze ist für die Patienten und die Angehörigen generell kostenfrei“, betonte der Leiter des Caritas-Zentrums Traunstein Franz Burghartswieser. Peter Volk von den Maltestern in Traunstein stellte den neuen Herzenswunsch-Krankenwagen vor, mit dem man im ganzen südostbayerischen Raum Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer unheilbaren schweren Erkrankung einen besonderen, vielleicht letzten Wunsch erfüllen wolle. Es handle sich dabei um einen ehrenamtlichen Dienst, der kostenfrei in Anspruch genommen werden könne, so Volk. mmü

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