Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung

Der Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt fungiert seit über 30 Jahren als Träger des Marienstifts Marwang und hofft auf eine gute Zukunft

 „Wir hatten noch nie so einen starken Helferkreis“, freute sich Erste Vorsitzende Irene Riede auf der Mitgliederversammlung des Vereins für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt, der seit über 30 Jahren die Trägerschaft für das Altenheim Marienstift in Marwang innehat. Riede erinnerte im Pfarrsaal daran, dass man gerade erst wieder die Dienste der 14 im Helferkreis tätigen Frauen für die Wochenenden und Feiertage bis Januar eingeteilt habe und lobte deren großartiges ehrenamtliches Engagement. „Ich kann nur allen Unterstützern des Marienstifts danken, denn wir können so etwas nur in der Gemeinschaft machen und schaffen“, so die Vorsitzende, die dem Verein seit dessen Gründung 1983 vorsteht. Im Berichtszeitraum sei es ein Problem gewesen, dass eines der acht Zimmer größtenteils frei gewesen sei, und „wir es, wenn dann nur kurzfristig belegen konnten“, bedauerte sie. Eine kontinuierliche Belegung aller Zimmer sei aber wichtig, um auf Dauer nicht wieder in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Momentan sehe es sogar danach aus, dass eine weitere Bewohnerin pflegebedürftig werde und womöglich zeitnah in einem anderen Altenheim untergebracht werden müsste. „Dank unserer Rücklagen geht es uns aktuell recht gut, wir haben gut gewirtschaftet, dennoch sind wir nach wie vor auf Spenden angewiesen“, betonten Riede und Kassiererin Uschi Erl. Die Ausgaben seien trotz aller Sparbemühungen hoch. Im Vorjahr habe man den Balkon erneuern und die Dachgeschosswohnung renovieren lassen, was viel Geld gekostet habe Heuer werde man noch Heizöl kaufen und auch der Gartenzaun müsse dringend erneuert werden. Da bei der alten Esche im Garten eine Gefahr durch herabfallende Äste bestand, hat man den Baum zuschneiden lassen. „Das Essen für die Bewohner des Marienstifts und auch für das Essen auf Rädern holen wir jetzt wieder von der Caritas in Traunstein und wir sind sehr froh darüber, dass wir es kriegen“, so Riede. Da Kassenprüfer Andreas Lindlacher keine Einwände hatte, wurde die im Vorjahr neue gewählte Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Ein besonderes Erlebnis sei für die Bewohner wieder der Ausflug mit den Maltesern nach Maria Eck samt Einkehr im dortigen Gasthaus gewesen. Nicht zuletzt der Besuch des Nikolaus und der Heilige Abend seien in der familiären Atmosphäre des Marienstifts für die Bewohner immer etwas ganz Besonderes. Ein Sonderlob für die „große Unterstützung“ verteilte Riede an die Gemeinde, Bürgermeister Georg Schützinger, die Pfarrei, die Kirchenverwaltung, Peter Volk von den Maltestern, Franz Burghartswieser von der Caritas Traunstein und an die Nachbarn des Marienstifts.

Sehr gefreut habe sich der Verein und das Marienstift-Team um Heimleiterin Juliane Ehrenleitner zuletzt über die 500-Euro-Spende der Frauengemeinschaft Erlstätt. Da das rechtliche Eigentumsverhältnis zwischen dem Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt und der Benefiziumstiftung Marwang für das Marienstift bis dato ungeregelt gewesen sei, und es keinerlei Pacht- oder Mietverhältnis gegeben habe, habe das erzbischöfliche Ordinariat München angemahnt, dass man dies für die Zukunft regeln müsse, betonte Kirchenpfleger Maximilian Wimmer in Vertretung von Pfarrer Pater Augustin. Wenn man sich für das Erbbaurecht entscheide, müsste die derzeitige Nutzung des Marienstifts 75 Jahre beibehalten werden. Mit Zustimmung der Benefiziumstiftung könnte der Verein das Marienstift aber schon vorher veräußern, so Wimmer. Wenn das Erbbaurechtverfahren abgeschlossen sei, müsse das Marienstift zehn Prozent der jährlichen Erbpacht in Höhe von 8000 Euro, also etwa 840 Euro im Jahr, bezahlen. Nach kurzer Diskussion entschieden sich die Mitglieder für diesen Vorschlag. Bürgermeister Schützinger begrüßte den Entschluss. Es sei wichtig, dass dies nach über 30 Jahren geregelt werde. Wimmer sprach von einer „guten Entscheidung“ und einer „fairen Lösung, denke ich“ und wünschte dem Marienstift, dem Träger und allen ehrenamtlichen Helfern für die Zukunft alles Gute. Schützinger lobte abschließend noch das großartige ehrenamtliche Engagement des Helferkreises und die vorbildliche Arbeit der Vereinsvorstandschaft und deren unermüdlichen Ersten Vorsitzenden Irene Riede.

Geschichte des Marienstifts, ehrenamtliche Arbeit und finanzielle Unterstützung

Bereits 1920 hatten die Niederbronner Schwestern in dem zur Benefiziumstiftung Marwang gehörenden Haus, das neben der 350 Jahre alten Loretokirche steht, ihre klösterliche Gemeinschaft eingerichtet. Sie nahmen bedürftige Senioren ohne Heimat auf und leisteten ambulante Kranken- und Sterbehilfe im weiten Umkreis von Marwang. Nachdem die Schwestern um Ehrenbürgerin Schwester Elmara 1982 mangels Nachwuchs und aus Altersgründen ihr geliebtes Marienstift verlassen hatten, regte Ortspfarrer Johann Nepomuk Huber 1983 an, den

Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt zu gründen, um deren wertvollen Dienste ansatzweise erhalten zu können. Das Marienstift wurde zudem umfassend renoviert. Der heute rund 200 Mitglieder starke gemeinnützige Verein ist nun seit über 30 Jahren Träger des Marienstifts, einem kleinen, familiär geführten Haus mit acht Einzelzimmern, in dem rüstige Senioren und jüngere, unter Betreuung stehende Menschen, rund um die Uhr versorgt werden können. Neben den kompetenten Mitarbeitern um Heimleiterin Juliane Ehrenleitner ist hier auch der vierzehnköpfige ehrenamtliche Helferkreis aus der Gemeinde zu nennen, der den Dienst an den Wochenenden und Feiertagen übernimmt.  Auch andere Gemeindebürger werden von ihnen mit „Essen auf Rädern“ versorgt. Wer das Marienstift Marwang finanziell unterstützen möchte, kann über folgende Bankverbindungen einen Beitrag zu dessen Erhaltung leisten:

Kreissparkasse Traunstein-Trostberg IBAN: DE76 71052050857664, BIC: BYLADEM1TST

oder alternativ:

Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern Süd-Ost IBAN: DE 51 710900000008115982, BIC: GENODEF1BGL.

Bericht vom örtlichen Presseberichterstatter Markus Müller.

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